Wenn ich 2024 einen Namen geben müsste, könnte es das Jahr der neuen Räume heißen. Ich arbeite nicht mehr in dem Steuerbüro, das eigentlich meine letzte Arbeitsstelle sein sollte. Mein Lebensgefährte lebt nicht mehr in Königshofen, wo er fast 60 Jahre seines Lebens verbracht hat. Und meine Selbständigkeit bekommt auch neue Räume, in denen ich mich verwirklichen kann.
Obwohl ich nach meinem Burnout kürzer treten wollte, war es mal wieder ein extrem stressiges Jahr. Wenn das so weitergeht, sehne ich mich ernsthaft nach Langeweile. Und das, obwohl ich Langeweile nicht leiden kann. Und warum fühlt sich mein Leben so an, als würde mir ständig jemand beim Laufen ein Stöckchen zwischen die Beine werfen? Wie gut, dass ich meine Ayurveda-Ausbildung gemacht habe. So kann ich jetzt noch besser darauf aufpassen und in hochstressigen Phasen gesund zu bleiben.
Meine Themen und Highlights in 2024
Ich bin jetzt Ayurveda Lifestyle Coach
Was für ein Spagat zwischen Hauptjob und der Verwirklichung meiner Träume!! Als ich mich letztes Jahr für diese Ausbildung angemeldet habe, hätte ich niemals gedacht, dass dieser Weg so steinig wird. Ich hatte meine Pläne mit meinem Chef abgesprochen und durfte für die Seminare am Vormittag frei nehmen. Ich bin dann für drei Stunden zu meiner Tante gefahren und wurde noch lecker bekocht. Aber dann, zack, verkündete mein Chef, er würde die Kanzlei verlassen und uns sozusagen an die Nachfolger „verschachern“. Mehrarbeit durch die Fusion und den Kanzleiumzug standen an und wurden erwartet. Fast zwei Monate musste ich mir jede Sekunde abknapsen für meine Ausbildung, die mir sehr wichtig war und auch viel Geld gekostet hat. Eine Investition in mich und meine Träume. Das wollte ich mir nicht kaputt machen lassen. Und Brahmi sei dank, habe ich diese hoch anspruchsvolle Zeit durchgestanden. Den ganzen Sommer saß ich auf dem Balkonsofa an meiner Abschlussarbeit. Mein Thema war:
Energie – was raubt uns Energie, was gibt uns Energie. Wie wirkt sich Stress aus und was können wir tun, um in Balance zu bleiben.
Wie passend! Und seit Oktober ist es nun soweit: Ich bin ein von Dr. Janna Scharfenberg ausgebildeter Ayurveda Lifestyle Coach.
Ausbildungen und Kurse für YogalehrerInnen und Health Entrepreneurs

Flucht aus dem Steuerbüro
Bitte anschnallen, die Achterbahnfahrt beginnt! Gefühlt sind wir von einer Katastrophe in die nächste geschliddert. Die ganze Aktion war stellenweise total außer Kontrolle geraten. Angefangen hat Alles mit der Kündigung von unserem Chef. Der Chef, der uns versprochen hatte, wir könnten bis zu unserer Verrentung für ihn arbeiten, da er ja jünger sei als wir. Der Chef, für den wir circa 15 Jahre einen Einsatz gebracht haben, als wenn wir an der Kanzlei beteiligt wären. Diese Kanzlei war unser Baby. Wir waren vom ersten Tag an dabei und meine Kollegin und ich waren praktisch wie ein altes Ehepaar und somit nicht mehr zu trennen. Schnell war uns klar, für die „Anderen“ wollten wir nicht arbeiten. Und wir wollten zusammen bleiben. Eine Steuerberaterin hat uns dann tatsächlich gemeinsam aufgenommen. Das was dann passiert ist, als wir unsere „Flucht“ nach außen kommunizierten, hat Alles übertroffen, was wir für möglich hielten. Ein Großteil der Mandanten wollte mit uns mitgehen. Auch sie wollten sich nicht einfach an die Nachfolgerkanzlei weiterreichen lassen. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Er mag keine Veränderungen. Schon gar nicht, wenn er sich nicht aktiv dafür entschieden hat. Ich glaube, das war hier das generelle Problem. Die da oben haben einfach über uns da unten entschieden. Ich habe mich gefühlt wie ein Spielball, eine Nummer, weder gesehen noch wertgeschätzt. Das Gespräch wurde erst gesucht, als nichts mehr zu retten war. Diese Firmentaktik, möglichst lange zu schweigen, damit weder Personal noch Mandanten die Chance haben, zu gehen, ist total nach hinten losgegangen.
Der Ausblick im neuen Büro hat mich dann doch schnell den ganzen Ärger vergessen lassen. Und der Ausblick war auch der Grund, warum wir uns für diese Räume entschieden haben.

Eigene Räume für Vata im Lot
Ich habe mich getraut. Gegen Jahresende habe ich den Mietvertrag unterschrieben. Schon lange träume ich davon, in diesen Räumen meine Selbständigkeit zu starten. Nicht nur, weil sie mir gefallen und vom Platz her passen.
Ich bin emotional sehr mit diesen Räumen verbunden. Das war früher das Schwesternhaus. Hier bin ich in den Kindergarten gegangen. Ich erinnere mich heute noch an den Geruch des Früchtetees, Schwester Wilma und die Bilder, die wir aus Holzblättchen mit Hammer und Nagel gestaltet haben. Später war in diesen Räumen die katholische Bibliothek. Ich bin ja die totale Leseratte. Zehn Bücher in der Woche waren ganz normal. Mit meinen Kindern bin ich dann auch jede Woche dort gewesen.
Und jetzt starte ich hier mein Business. Ein kleiner Raum für die LomiLomi Massage, ein größerer für die Bewegungskurse und ein mittlerer für das Ayurveda Coaching mit kleiner Küche. Eine aufregende Zeit, ein finanzielles Risiko und die Chance, meinen Lebensunterhalt mit etwas zu verdienen, was mir Spaß macht.
Ohne dicke Pullis in den Pyrenäen
Wie wunderschön ist denn bitte Europa? Meine Freundin hat ein kleines Haus in Ajac gemietet und uns die Möglichkeit gegeben, drei Wochen dort zu wohnen. Und da Ajac in Südfrankreich liegt und wir im Mai gereist sind, hatten wir auf locker 10 Grad mehr als in Deutschland gehofft. Weit gefehlt! Laue Abende zum draußen sitzen gab es kaum. Aber dafür wunderschöne Natur, grandiose Aussichten, leckeres Essen und, das Wichtigste für meine Erholung, Stille und Einsamkeit. Warum ich mich trotzdem nicht ganz so gut erholt habe, lag daran, dass ich meinen Laptop dabei hatte und auf Abruf arbeiten musste. Eine einmalige Notsituation, die ich so definitiv nicht mehr haben möchte.






Der Reiher hat Marilyn gestohlen
Was für eine Katastrophe. Das Schilf am Teich war diesen Sommer so hoch, dass es mir zu spät aufgefallen ist. Die Fische wurden immer weniger. Als es mir aufgefallen ist, war es schon zu spät. Bis das Netz zum Reiherschutz geliefert wurde, waren nur noch die Kois und die Graskarpfen da. Die einen zu schwer, die anderen zu dunkel für den Reiher. Und Marilyn war fort. Der einzige Goldfisch mit Namen, weil er so schön war. Er war nahezu weiß mit roten Lippen, daher der Name. War ich vielleicht sauer! Auf den Reiher und auf mich!
Weitere persönliche Einblicke in 2024


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Mein 2024-Fazit
Worauf bin ich 2024 stolz?
Ich bin stolz auf meine Resilienz, mein Durchhaltevermögen und natürlich auf mein Businesskonzept. Und ich bin stolz auf meine Kinder, die sich nun auch in die Selbständigkeit trauen.
Lucy macht nun Pilates für Schwangere und Eltern mit Kleinkind.
Lenny hat sich spezialisiert auf schnelle Webseiten, die auch gefunden werden.
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Was war die beste Entscheidung, die ich 2024 getroffen habe?
Definitiv die Reduktion der Arbeitszeit im Steuerbüro. Seit Juni arbeite ich nur noch 30 Stunden in der Woche. Ich bin so glücklich. Und seit Oktober benutze ich keinen Wecker mehr. Ich bin eh ein Frühaufsteher und schaffe es immer bis 8:30 Uhr auf der Arbeit zu sein. Das ist ein riesiger Benefit für meinen Stresspegel und meinen Schlaf.
Was habe ich 2024 über mich selbst gelernt?
Ich habe meine Angst vor Menschen zu sprechen unterschätzt. Dabei hätte ich es eigentlich wissen können. War es in der Schule nicht am Schlimmsten, wenn ich vorsingen musste oder ein Gedicht vortragen? Habe ich nicht mit Karate aufgehört, weil ich keine Gürtelprüfungen ablegen wollte und auch keinen Kampfschrei schreien?
Aber mein Motto für 2024 war Mut. Mut nach draußen zu gehen und mich zu zeigen. Dinge das erste Mal tun.
Erste Male: Das habe ich 2024 zum ersten Mal erlebt/gemacht.
Ich habe eine Power-Point-Präsentation online gehalten. Trotz der überfordernden Technik und trotz meiner Angst vor Menschen zu sprechen. Mei war ich aufgeregt!
Ich habe einen Vitamin-D Test gemacht. Überraschenderweise lag mein Wert an der untersten Grenze, obwohl ich seit mehreren Jahre im Winter Vitamin-D einnehme.
Welche wichtigen Lektionen hat mir 2024 mitgegeben?
Nichts ist für die Ewigkeit, weder ein sicherer Bürojob, noch eine Holzterrasse.

Mich abzugrenzen für meine Träume. Ist nicht wirklich einfach, wenn man als egoistisch oder unkollegial gesehen wird, oder dadurch Menschen enttäuscht. Und ist auch immer ein Balanceakt. Wieviel kann ich geben, so dass noch genug Energie für mich bleibt? Für die eigene Gesundheit und mein Stressmanagement ist das essentiell.
Wofür bin ich 2024 besonders dankbar?
- Für meinen Partner, der mir den Rücken gestärkt und auch freigehalten hat.
- Für meinen Sohn, der bei jedem technischen Problem zu Hilfe geeilt ist und meine Webseite erstellt hat.
- Für meine Tochter, die mit ihrem geschulten Auge und ihrer tollen Kamera die Fotos für das Marketing erstellt und mein Logo gemalt hat.
- Für meine Enkelkinder, die wieder Leben in die Bude bringen.
- Für alle meine Übungsklienten, die sich für meine Ausbildung zur Verfügung gestellt haben, so dass ich wachsen konnte.
- Für Kathrin, die mit mir Pilates geübt hat.
- Für meine Ayurveda-Kleingruppe. Wir waren nicht nur in fachlichen Fragen füreinander da, sondern auch zum Mut machen, Feedback geben und gemeinsam Brainstormen. Die liebe Simona, spezialisiert auf Psychosomatik https://www.threads.net/@ayurveda.withme?xmt=AQGzNLFqW3JJoSBvdG8VBnASEQPgu5EypHKeY2d_fjmTVJ8 und die liebe Marijana, die Ayurveda in ihr Yoga-Angebot integrieren möchte https://www.instagram.com/dinacharya_flow/#
Die Reihenfolge gibt keinen Hinweis auf die Wertigkeit!
Was waren meine größten Herausforderungen in 2024?
Wie bei einem Überraschungsei sind drei Dinge aufeinander getroffen: Die Ayurveda-Ausbildung, die Flucht aus dem Steuerbüro und der Einzug meines Lebensgefährten. Ich war mit Freude und Leidenschaft beim Lernen und meiner Abschlussarbeit, musste jedoch ständig im Akkord Sonderschichten im Büro machen und dann noch Kisten packen und Möbel schleppen.
Was ist 2024 richtig gut gelaufen?
Ich habe nach meinem Burnout und meiner schrecklichen Exbeziehung wieder so viel Energie, dass ich meinen jährlichen Weihnachtsmarkt total entspannt planen, durchführen und genießen konnte, ohne mich mehrere Tage davon erholen zu müssen. Und das, trotzdem das Leben mir dieses Jahr ein Überraschungsei ins Nest gelegt hat. Das bedeutet, ich konnte in meiner Energie bleiben. Darüber bin ich froh und auch dankbar.
Was lasse ich im Jahr 2024 zurück und nehme es nicht mit in 2025?
Das Steuerbüro, das ich quasi mit aufgebaut habe.
Meine narzisstische Exbeziehung. Der Entzug ist durchgestanden, der WhatsApp-Verlauf gelöscht. Den hatte ich aufgehoben, falls ich rückfällig werde oder wieder mal an meiner Wahrnehmung zweifle. Ich habe nicht einmal reingeschaut.
Meinen Wecker.
Mein Ausblick auf 2025
Was ich 2025 anders (besser) mache
Definitiv meinen Haushalt. Der hat 2024 sehr gelitten. Mehrere Ausbildungen, Jobwechsel, neuer Mitbewohner und diverse Baustellen am Haus haben mir nur wenig Zeit gelassen. Und die wenige Zeit, die mir blieb, wollte ich mit wichtigeren Dingen verbringen. Aber es ist schon geiler, wenn alles ordentlich und sauber ist. Man benötigt auch nicht so viel Zeit für das Suchen.:)
Diese Abenteuer erlebe ich 2025
Da lasse ich mich überraschen. Das Leben hat bisher immer Abenteuer für mich parat gehabt. Nicht immer schöne und manchmal so viele, dass ich mir Langeweile gewünscht hätte. Und ich hasse eigentlich LANGEWEILE!
Diese großen Projekte gehe ich 2025 an
Ich lebe meine Leidenschaft in meinem Projekt Vata im Lot. Ich habe schon immer für Gesundheit gebrannt. Und jetzt kann ich mich ab dem 1.1. in meinen gemieteten Räumen austoben. Und wenn Alles klappt, werde ich nach und nach mehr Stunden im Büro reduzieren.
Ich werde meine Pilatesausbildung beenden, so dass ich zukünftig auch Krankenkassenkurse anbieten kann.
Pilates-Ausbildung mit Zertifikat | Online-Studium
Ich werde erste Workshops gestalten. In Planung sind:
- Panchakarma light zum Aktivieren
- Panchakarma light zum Stress abbauen
- gesund Grillen
- Gewicht reduzieren
- Wechseljahre
- Osteoporose
- Stresskurs
So kannst du 2025 mit mir zusammenarbeiten
Du kannst aktiv etwas für deine Beweglichkeit, deine Kraft und deine Entspannung tun und somit Schmerzen verhindern oder reduzieren. Dafür biete ich meine Bewegungskurse vor Ort und spätestens ab März auch online an. Der Hauptfokus liegt auf der Beweglichkeit der Wirbelsäule, der Hüfte und der Schultern, sowie auf der Achtsamkeit und dem Loslassen.
Loslassen kannst du auch bei meiner LomiLomi Massage. Meine Art zu massieren habe ich speziell darauf ausgerichtet, den Vagusnerv zu stimulieren um in die Tiefenentspannung zu gelangen.
Für alle Gesundheitsthemen, die die Ernährung, die Verdauung oder den Lifestyle betreffen biete ich meine ayurvedische Gesundheitsberatung an. Hier schauen wir uns gemeinsam den aktuellen Istzustand (Vikruti) an und suchen nach den besten und effektivsten Hebeln für deine Gesundheit.
Bei meinem ayurvedischen Coaching begleite ich dich längerfristig, wenn du Probleme mit der Umsetzung hast und ständig wieder in deine alte Muster zurückfällst. Ich begleite dich ganzheitlich und biete individuelle Entspannungstechniken, sowie Ernährungsempfehlungen. Und wir begeben uns gemeinsam auf die Suche nach deinen Stolpersteinen, um diese aus dem Weg zu räumen.
Meine 7 Ziele für 2025
- 8 volle Bewegungskurse in der Woche
- 8 Massagen im Monat
- 8 Bücher lesen im Jahr
- 8 Stunden im Steuerbüro reduzieren
- 8sam mit meinen Ressourcen umgehen
- 8 Stunden schlafen jede Nacht
Mein Motto für 2025 heißt:
Sei mutig und zeige dich!