In meinem Leben hat sich schon immer Alles um das Essen gedreht. Ich koche und esse leidenschaftlich gern. Großgezogen wurde ich im Prinzip traditionell mit Schnitzel, Kartoffeln und Gemüse aus dem Garten, welches meist mit einer Mehlschwitze zubereitet wurde. Als junge Erwachsene wollte ich dann den Führerschein machen und habe mir das Geld dafür in einem französischen Restaurant verdient. Dort gab es regelmäßig nach der Arbeit ein vom Chefkoch zubereitetes Personalessen. Ich kann euch sagen, ich wäre auch nur für dieses Essen arbeiten gegangen. Wahnsinn, wie der Mann mit frischen Kräutern umgehen konnte! Meine Leidenschaft für Essen war geweckt. Ich gründete einen Kochclub und wir experimentierten wie wild mit den exotischsten Zutaten. Die entsprechenden Zutaten zu finden war damals noch ein abenteuerliches Unterfangen, so ohne Internetshopping und dem ganzen Angebot in den Supermärkten, wie es heute überall Standard ist. Wir waren sehr kreativ, aber nicht sehr gesundheitsbewusst. Hauptsache lecker – Hauptsache viel. Es kam, wie es kommen musste: ich setzte Speck an, der mir nicht gefiel. Und der sollte wieder weg. Aber auf Essen zu verzichten war nicht so mein Ding.
Ich habe mich damals jeden Tag gewogen und festgestellt, dass es bei meinem Gewicht ein zyklisches Muster gab. Vor meiner Periode nahm ich zu (jetzt für mich logisch durch den Gewebeaufbau – Kapha) und während meiner Periode nahm ich wieder ab. Zudem hatte ich noch gelesen, dass man langsam abnehmen soll, damit man keinen Jojo-Effekt kreiert und , dass es drei Jahre dauert, bis im Körper die Fettzellen endgültig abgebaut werden. Vorher würde man ratzfatz wieder zunehmen, sobald man wieder normal isst, da die noch vorhandenen leeren Fettzellen ganz schnell wieder gefüllt werden würden. Mit diesem Wissen entwickelte ich einen Plan. Ich nutzte die Zeit meiner Periode, in der ich ja eh immer an Gewicht verlor, und reduziert in dieser Woche meine Kalorien. Ziel war es , ein zusätzliches Kilo zu verlieren. Die folgenden drei Wochen, bis zur nächsten Periode, galt es , das Gewicht zu halten. Sobald die Waage wieder nach oben ausschlug, lies ich das Abendessen weg und ging früher zu Bett. So habe ich es geschafft, in acht Monaten acht Kilo abzunehmen. In diesen Monaten habe ich, bis auf wenige Ausnahmen, keine Süßigkeiten und keinen Kuchen gegessen.
Damit ich das durchhalte, habe ich mir eine große Tafel Schokolade gekauft. Jeden Morgen nach dem Aufwachen durfte ich davon ein Stück essen. Ich bin wirklich abends glückselig ins Bett, weil ich mich so auf mein Stück Schokolade am Morgen gefreut habe. Ich habe es langsam im Mund schmelzen lassen und jede Geschmacksnuance wahrgenommen und genossen. Es war mir unheimlich wichtig, mir Dinge, die ich wirklich liebe, nicht komplett zu verbieten. Ich hätte sonst niemals durchgehalten.
Aber ich hatte ja noch das Problem mit den Geburtstagen und Parties, auf die man so eingeladen wird. Dort gibt es lauter leckere Sachen und Kuchen. Und dann kann ich wieder nicht widerstehen. Aber zum Glück waren da die späten 80er Jahre und breite Taillengürtel waren in Mode. Also zog ich mir extra diesen breiten Gürtel an und machte ihn mir so eng, dass er gerade noch bequem war, und nahm mir fest vor, ihn nicht zu lockern. Und wie geplant, nach nur wenigen Bissen fühlte ich mich schon satt, weil der Magen gegen den Gürtel drückte. Mein Plan ging auf.
Ich habe es dann wirklich durchgezogen und drei Jahre lang pingelig mein Gewicht kontrolliert. Sobald der Zeiger auf der Waage nach oben ging, lies ich ein Abendessen aus. Nach den drei Jahren war ich nicht mehr so streng und hielt mein Gewicht trotzdem. Mein Geschmack hatte sich verändert und ich hatte kaum noch Verlangen nach Süßem. Ich konnte nicht mal mehr einen Fruchtjoghurt essen, so pappig süß fand ich den. Am Anfang habe ich mir noch den Fruchtjoghurt 1:1 mit Naturjoghurt gemischt, so dass ich ihn essen konnte. Mittlerweile esse ich nur noch Naturjoghurt. Mir war Alles zu süß: Ketchup, Schweinefleisch süß-sauer, Obstkonserven und Kuchen nach alten Rezepten mit dem vielen Zucker,……., mein Reise zur gesunden und saisonalen Ernährung begann.
Das heißt jetzt nicht für dich, dass du meine Strategie einfach übernehmen sollst. Wichtig ist es, dich und deinen Körper kennenzulernen. Zu wissen, wie du tickst, wann du welchen Nahrungsmitteln nicht widerstehen kannst. Mit welchen Strategien du durchhalten kannst. Wer dich dabei unterstützen kann etc.
Im Ayurveda gibt es nicht „One size fits all“. Jeder Mensch ist einzigartig und braucht andere Dinge. Und so arbeite ich mit dir im Coaching. Was möchtest du verändern und erreichen? Welche Voraussetzungen bringst du mit? Wo liegen deine Hindernisse? Wieviel Zeit und Energie kannst du investieren? Gemeinsam finden wir das heraus und arbeiten daran, dein Leben gesünder und energiegeladener zu gestalten.